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CHRONIK
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Foto ca. 1931 |
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In der Zeit nach dem
1. Weltkrieg trafen sich die jungen Männer von Obergebra an den Wochenenden um gemeinsam ihre Freizeit zu verbringen. Sie
wanderten in die nahegelegenen Wälder der Hainleite oder führten gesellige
Abende durch. An einem dieser Abende muss der Gedanke zur
Gründung einer Musikgruppe entstanden sein. Musiziert werden sollte mit
Instrumenten wie: Mundharmonika, Geige, Mandoline, Mandola, Gitarre und
Akkordeon. Um die Instrumente besser beherrschen zu können, begann man mit der
Durchführung von Übungsstunden.
Am 1. Februar 1921 war es dann so weit. Die
Mitglieder trafen sich in der Gaststätte von Herrn Rudolf Schaub und gründeten
die "Musikvereinigung Harmonie". Die Gründungsmitglieder waren:
Richard Neumann, Walter Neumann, Paul Wilke, Richard Wilke, Karl Kröll, Paul
Kröll, Ernst Kröll, Otto Kröll, Hermann Singer, Hermann Fahrland, Richard
Lehmann, Hermann List, Oskar Erhard I, Oskar Erhard II, Fritz Becker, Heinrich
Ropte, Otto Schröder, Paul Lübbecke und Otto Emmelmann. Als 1. Dirigent wurde
Fritz Becker gewählt und zum 1. Vorsitzenden Richard Neumann. |
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Auszug aus den Statuten |
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Am 20. Februar 1921 wurden mit einem
Versammlungsbeschluß die Statuten des Vereins festgelegt. So hatte der Verein
den Zweck, die edle Kunst der Musik zu pflegen und zu fördern, vor allem aber
die Geselligkeit unter den jungen Leuten zu heben. Damit wurde zugleich der
Versuch unternommen die Freizeit mit einer sinnvollen Förderung der Kultur zu
verbinden. Desweiteren wurden die Forderungen an eine Mitgliedschaft
festgelegt. So konnten nur junge Männer Mitglied des Vereins werden, die das
17. Lebensjahr vollendet hatten. Eine Mitgliedschaft von Frauen war damals nicht
erwünscht bzw. nicht möglich. Als Aufnahmegebühr wurden 3,- Mark und als
Monatsbeitrag 1, Mark erhoben. Jedes Mitglied hatte sich sein Instrument auf
eigene Kosten zu beschaffen und war verpflichtet die Übungsstunden regelmäßig
zu besuchen. Bei unentschuldigtem Fehlen wurden nach der 1. Übungsstunde 25
Pfennig, der 2. Übungsstunde 50 Pfennig und nach der 3. Übungsstunde 1,- Mark
an den Kassierer entrichtet. Bei weiterem Fehlen erfolgte der Ausschluss aus dem
Verein. Übungsstunden wurden intervallmäßig in den Gaststätten Schaub,
Wichmann, Pietzonka und später im Hortzimmer in der Schulstraße sowie im
Gemeindeamt durchgeführt. Diese Festlegungen haben sich im Lauf der Zeit des
öfteren verändert. |
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Schülergruppe 1932
(hinten rechts mit der Geige Fritz Kilian) |
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Bereits im Sommer 1921 konnten erste Konzerte stattfinden. Bei einem
Konzert in Gerterode hatte der Verein 367,50 Mark Einnahmen und 194,50
Mark Ausgaben, so dass ein Gewinn von 173,00 Mark übrig blieb. Bei einem
Konzert in Kleinberndten betrug der Reingewinn 222,00 Mark. Damit wurde
ein finanzieller Grundstein gelegt. Man muß bedenken, dass diese
19 jungen Männer, die Gründer der Vereinigung, ausnahmslos aus
Arbeiterkreisen stammten und das Geld hier eine besondere Rolle spielte.
Ein großes Problem stellte die hohe Inflation der damaligen Zeit dar. So
war es üblich, aus Geldmangel die Übungsabende bei Musikfreunden
durchzuführen, um das Geld für Getränke zu sparen. Aufgrund der regelmäßigen Durchführung der Übungsstunden konnte die
Qualität der Programme ständig verbessert werden. Es hatte sich mit
der Zeit so ergeben, dass die Konzerte meistens in Verbindung mit einem
Theaterstück, Couplets und anschließendem Ball stattfanden. Nach 1952
änderte sich diese Programmfolge, da keine geeigneten Räumlichkeiten
mehr zur Verfügung standen. Bei der Generalversammlung am 20. Januar 1935 wurde erstmals ein 2.
Vorsitzender gewählt. Nach vorliegenden Aufzeichnungen fanden zwischen
dem 15. Januar 1939 (Jahreshauptversammlung) und dem 6. Januar 1946
(Jahreshauptversammlung) keine Übungsabende bzw. Veranstaltungen statt.
Der Übungsbetrieb ruhte aus verständlichen Gründen. Während des 2.
Weltkrieges arbeitete der Vorstand verdeckt weiter. |
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Zupforchester Obergebra |
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Nach Kriegsende wurden Bemühungen unternommen, um den Übungsbetrieb
offiziell wieder aufzunehmen. Eine kleine Episode ist hier auf alle Fälle
erwähnenswert. Bei der Antragstellung auf Zulassung des
Übungsbetriebes (sogenannte Lizenz) waren der einstige 1. Vorsitzende
Erich Lübbecke sowie der damalige 1. Vorsitzende des Volkschores
Obergebra und Bürgermeister Thilo Lübbecke, in Nordhausen auf der
Kreiskommandantur der SMAD. Nach Unterbreitung ihres Anliegens wurden sie
verhaftet und 5 Stunden in einem Keller festgehalten. Erst am Abend kamen
sie mit Hilfe eines Dolmetschers wieder frei und erhielten die Genehmigung
zur Aufnahme des Übungsbetriebes.
Somit konnte die 1. Generalversammlung nach Kriegsende erfolgen. Erich
Lübbecke hatte dazu alle ehemaligen Mitglieder, die aus dem Krieg zurück
gekehrt waren, eingeladen. Die Veranstaltung fand am 6. Januar 1946 in der
Gaststätte von Herrn Robert Wichmann statt. Es wurde der Beschluss
gefasst, dass der Verein "Harmonie" als Ortsfachschaft
Obergebra dem Deutschen Volksmusiker-Verband beitrat. Als Vorstand wurden
gewählt: Erich Lübbecke (1.Vorsitzender), Georg Weißenborn (2.Vorsizender), Otto
Ropte (Kassierer), Kurt Juch (Schriftführer) und Walter Bernkurth
(Dirigent). Als Mitglieder hatten sich 16 Musikfreunde
eingetragen: Paul Kröll, Georg Weißenborn, Walter Bernkurth, Erich Lübbecke, Otto
Ropte, Kurt Juch, Hermann Lübbecke, Friedrich Kilian, Paul Wichmann,
Alfred Grüneberg, Kurt Wartewig, Hermann Gruppe, Paul Gruppe, Gerhard
Lübbecke, Egon Baumbach und Julius Weißenborn. Damit waren die Grundlagen für eine Wiederaufnahme des
Übungsbetriebes geschaffen. Die Übungsstunden fanden auf Vorschlag des
Dirigenten 1 mal wöchentlich am Freitag Abend statt. |
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Zupforchester Obergebra |
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Im April
1947 erfolgte aufgrund von Meinungsverschiedenheiten ein Wechsel des
musikalischen Leiters. Walter Lübbecke wurde zum Dirigenten ernannt. Er
übte dieses Amt bis 1949 aus. In der
Mitgliederversammlung vom 14. Januar 1949 wurde Musikfreund Fritz Kilian
zum Dirigenten gewählt.
1949
erfolgte die Auflösung des Deutschen Volksmusiker-Verbandes. Er ging in
die Deutsche Volksbühne e.V. über. Somit wechselte auch für das Zupforchester Obergebra die Trägerschaft. Pro Mitglied mussten im Monat 0,30
Mark Mitgliedsbeitrag an die Deutsche Volksbühne entrichtet werden. Im
Übernahmeprotokoll wurde das Vermögen des Obergebraer Vereins mit 91,01
Mark Bargeld und einem Instrumentenbestand im Wert von 80,- Mark
angegeben.
In den fünfziger Jahren begann
eine Zeit mit vielen Höhen und Tiefen für das Orchester. Da war
zunächst die Durchführung der Übungsstunden unter den Bedingungen der
Schichtarbeit. Viele Mitglieder waren damals bei den Kali- und
Textilbetrieben der Umgebung beschäftigt. Viele Veranstalter konnten
wegen Geldmangel kein Orchester mehr für Auftritte engagieren. Das
führte zur Interessenlosigkeit der Mitglieder, da keine Zielstellung mehr
vorhanden war. Leider kehrte dadurch ein Teil der Mitglieder dem
Orchester den Rücken. Einige Jahre hindurch fanden sich immer wieder
besorgte Mitglieder zusammen, welche die Hoffnung, das Orchester zu neuer
Blüte zu bringen, nicht aufgaben. |
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Sängerfest 1964 in Obergebra |
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1964 fand vom 18. bis 20. Juli ein Sängerfest zum 125-jährigen
Jubiläum des Volkschores Obergebra statt. Auf Wunsch des Dorfklubs
sollten beide Kulturgruppen - Volkschor und Zupforchester - gemeinsam
wirken, um so das kulturelle Leben in Obergebra zu fördern. Alle
ehemaligen Mitglieder wurden angesprochen in den Verein zurück zu kommen.
Ein großer Teil folgte dem Ruf zur Mitwirkung, andere hatten sich
beruflich oder privat verändert bzw. waren von Obergebra weggezogen.
Dennoch wurde das Fest ein voller Erfolg. Dank dieser guten Leistungen war es möglich, im September 1964 ein
Konzert in Stöckey zu geben. Das Orchester wurde mit großem Applaus
bedacht. Im Oktober des gleichen Jahres konnte man mit Hilfe des
Kreiskabinetts für Kultur beim Rat des Kreises Nordhausen ein Konzert
in Rotheshütte geben. Auch dieses wurde ein voller Erfolg. Kurz vor
Weihnachten 1964 wurde dem 1. Vorsitzenden Alfred Grüneberg, der wegen
eines schweren Arbeitsunfalls im Krankenhaus Bleicherode lag, ein
Ständchen gebracht.
Der musikalische Leiter Fritz Kilian wies in der Generalversammlung vom
9. Januar 1965 auf einige Schwerpunkte hin, die auch heute noch ihre
Bedeutung haben. Dies waren unter anderem: regelmäßiger Besuch der
Übungsstunden, Verbesserung der Leistungen und Beschaffung von neuem
Notenmaterial. Seit diesem Zeitpunkt konnte man feststellen, dass es mit
dem Orchester langsam wieder aufwärts ging. Im Jahr 1966 wurden noch größere Anstrengungen unternommen. Erstmals
fand eine Veranstaltung in der "Stadt-Terrasse" Nordhausen
statt. An dieser nahmen Herr Frühauf vom Bezirkskabinett für
Kulturarbeit in Erfurt und Herr Wirth vom Kreiskabinett für Kulturarbeit
in Nordhausen teil. In Anerkennung der Leistungen wurde das Orchester von
ihnen für ein Konzert auf der IGA in Erfurt vorgeschlagen. |
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Zupforchester Obergebra 1970 in Rehungen |
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Ein besonderes Problem stellte die Nachwuchsarbeit dar. Nach Vorabsprachen des 1. Vorsitzenden Fritz Krumbein mit dem Direktor der "Adolph-Diesterweg-Oberschule" Herrn Glaser wurde eine Arbeitsgemeinschft
"Zupforchester" gegründet. In diesem ersten Lehrgang waren 7
Schüler, die von Fritz Kilian unterrichtet wurden. Dadurch stieg die Zahl
der Mitglieder wieder auf 35 (zeitweilig sogar 46) Mitglieder an.
Heute ist der Musikfreund Gert Kilian als einziger von den damaligen
Schülern noch im Verein aktiv.
Um eine bessere Qualität bei den Auftritten zu erreichen, wurde durch
Vermittlung des Kreisvorstandes des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes
(FDGB) mit dem VEB Cottana Werk Bleicherode ein Patenschaftsvertrag abgeschlossen. Seitdem erfolgte eine materielle und finanzielle
Unterstützung durch diesen Betrieb. Für die 15. Arbeiterfestspiele 1974
im Bezirk Erfurt (Konzert in Nordhausen) und die 16. Arbeiterfestspiele
1976 im Bezirk Dresden (Konzerte in Görlitz und Dresden) wurden
noch zusätzliche Förderverträge abgeschlossen. So war die Teilnahme
an diesen Veranstaltungen gesichert. Anfang der achtziger Jahre trat das Zupforchester Obergebra der Kreis-
Arbeitsgemeinschaft Folklore bei. Durch diese Verbindung kamen
einige Auftritte im Südharz und auf der IGA in Erfurt zustande. |
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Fritz Kilian leitet das Zupforchester Obergebra bei einem Konzert in der Musikschule Erfurt |
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1982 war es dann soweit. Der erste Fernsehauftritt stand vor der Tür.
Für die Sendung "Auf Schusters Rappen" wurden auf dem Kohnstein
bei Niedersachswerfen (Harz) Filmaufnahmen durchgeführt. Im Mai 1985 nahm das Orchester an den 7. Vogtländischen Musiktagen in
Klingenthal teil. Um dort gut abschneiden zu können, wurde in zwei
Wochenendproben ein Programm mit dem Berliner Dozenten Walter Neugebauer
erarbeitet. Im Jahr 1988 wurde erstmals eine Auslandsreise durchgeführt. Diese
ging nach Ostrow - der polnischen Partnerstadt von Nordhausen. Die Konzerte
in Ostrow und dem Jagdschloß Antonin waren ein voller Erfolg. Ein Jahr
später weilte die Tanzgruppe aus Ostrow zu einem Besuch in Obergebra.
1989 brachte nicht nur eine politische Wende sondern auch ein
wirtschaftliche Wende für den Verein mit sich. Aufgrund finanzieller
Probleme des Trägerbetriebes konnte dieser keine weiteren finanziellen
Unterstützungen mehr geben. Der Vertrag über die Trägerschaft wurde
aufgelöst. Eine Zeit lang sprang das Kaliwerk Sollstedt als Sponsor ein.
Unter anderem ermöglichte es auch den Besuch des Nachwuchs-Dirigenten
Wieland Gruppe an einer Spezialschule in Suhl. Aber auch diese Beziehung
konnte wegen der neuen wirtschaftlichen Situation nach der Deutschen
Wiedervereinigung 1990 nicht länger aufrecht erhalten werden. Ein weiterer schwerer Schlag war der Wegfall der Arbeitsgemeinschaften
für Mandoline und Gitarre an der "Adolph-Diesterweg-Schule" in
Gebra. Somit war die Ausbildung von Schülern zu späteren
Orchestermitgliedern nicht mehr möglich. Das Ausbildungskonzept mußte
neu durchdacht werden. Es wurde Kontakt zu den damaligen Leitern der
Kreismusikschule Nordhausen Frau Christa Pohl und Herrn Wilfried Höflich
aufgenommen. Nach einem Musikschulkonzert bei dem die Mandoline als
Soloinstrument vorgestellt wurde, meldeten sich 16 Schüler, die dieses
Instrument erlernen wollten. Seit September 1990 erfolgte dann die
Ausbildung der Schüler durch Fritz Kilian und Wieland Gruppe in
Zusammenarbeit mit der Musikschule des Landkreises Nordhausen. |
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Zupforchester Obergebra bei "Freut Euch des Nordens" auf N3 |
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Im Mai 1991 trat das Zupforchester Obergebra als erstes Thüringer
Zupforchesterdem Bund Deutscher Zupfmusiker bei. 1992 wurde es in
das Vereinsregister beim Kreisgericht Nordhausen eingetragen und trägt
seitdem wieder den Zusatz e.V. 1992 wurde ein Probewochenende mit Gisela Eibeck und Thomas Scharkowski aus Bochum in Vorbereitung für den 3. Deutschen Orchesterwettbewerb
in Goslar durchgeführt. Im Mai 1992 nahm das Zupforchester Obergebra e.V.
dann am ersten gesamtdeutschen Orchesterwettbewerb in Goslar teil.
Das Jahr 1994 brachte gleich zwei Höhepunkte für das Vereinsleben mit
sich. Zum einen waren das der Besuch des Mandolinenorchesters Louisville
aus den USA und die Teilnahme am Festival "Singendes, klingendes
Deutschland" in Montabaur. An dieser Stelle sei erwähnt, dass das Zupforchester Obergebra e.V.
auch zu anderen Zupforchestern freundschaftliche Kontakte
unterhielt. Zupforchester Struth, Zupforchester Dessau,
Mandolinenclub Lautenthal und Kopenhagener Zupforchester sollten hier
stellvertretend genannt sein. Mit diesen Orchestern wurden teilweise auch
gemeinsame Konzerte durchgeführt. Enge Beziehungen gibt es auch zu den
Landes-Zupforchestern in Thüringen, Niedersachsen und Hessen. |
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Zupforchester Obergebra 2007 beim Thüringer Orchesterwettbewerb in Sondershausen |
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Ende der 90-ziger Jahre konnte das Zupforchester Obergebra e.V.
wieder bei zwei Fernsehsendungen mitwirken. In Hamburg und
Braunschweig fanden Aufnahmen für die "Aktuelle Schaubude" und
"Freut Euch des Nordens" statt. 1999 wurde von Fritz Kilian ein Schüler-Zupforchester gegründet. Die Werke im "Großen Orchester" wurden mit der Zeit
immer anspruchsvoller und somit der Einstieg für Schüler immer schwerer.
Im Schüler-Orchester sollen die jungen Mandolinen- und Gitarrenspieler
das Zusammenspiel erlernen und langsam an die Konzertliteratur
herangeführt werden. Bisherige Dirigenten waren Fritz Kilian, Anja Kilian, Christian Laier, Annemarie Lübbecke und Wieland Gruppe. Beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" 2000 konnte erstmals
ein Mitglied aus dem Obergebraer Orchester an diesem Leistungsvergleich
teilnehmen. Für seine Leistungen erhielt Christian Laier aus Ilfeld
einen ersten Preis in seiner Altersgruppe.
Im April 2001 wurde zum 2. Mal eine Konzertreise ins Ausland
unternommen. Diesmal ging es nach Vieux-Condé in Frankreich. Bei zwei Konzerten mit über 700 Zuschauern traten die Obergebraer mit großem
Erfolg als musikalische Botschafter für die Stadt Bleicherode auf. Anlass
war das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen den beiden
Städten. Für seine Verdienste um die Zupfmusik und den Erhalt des
Zupforchesters Obergebra e.V. bekam Fritz Kilian im Januar 2007 von
Bundespräsident Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz verliehen. Im
Februar 2008 überreicht er nach 59 Jahren als Dirigent des Orchesters den
Taktstock an seinen Nachfolger Wieland Gruppe.
Diese Chronik wird ergänzt und fortgesetzt und
erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Wieland Gruppe |
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